Stockholm - die Abreise

Unser letzter Tag beginnt mit strahlendem Sonnenschein. Wir packen unsere 7 Sachen und füllen die Bewertungskarte des Hotels aus. Da der Platz nicht sonderlichs groß ist, nehem wir noch einen Zettel zur Hand um unsere Verbesserungsvorschläge zu notieren. Das Auschecken geht schnell, 80 Kronen für Getränke, der Nachtportier hat uns tatsächlich mehrmals Getränke geschenkt. 

 

Da wir mit den Koffern nicht durch die ganze Stadt laufen wollen, fahren wir direkt zum Flughafen, in der Hoffnung, einen früheren Flug zu bekommen. Am Flughafen sagt man uns dann, dass Swiss unser Geld habe, deswegen könne SAS nicht umbuchen. Eine Umbuchung würde 600 Franken kosten, dazu noch Economy Class, obwohl wir jetzt First Class haben. Am SWISS Schalter sagt man uns, das Ticket könne gar nicht umgebucht werden. Nun gut, dann eben 5 Stunden warten.

Nachdem wir unser Fasttrack genutzt haben - oh wie schön ist First class. Nun wollen wir auch mal was essen - die Restaurants in Stockholm sind nämlich generell zu - und setzen uns in die einzige Lokalität am Flughafen, die auch wie ein Lokal aussieht. 

Zu unserer Überraschung ist das Essen gut und zudem mit 225 Kronen, also ca. 25 € für einen Flughafen richtig billig. Auch der anschließende Kaffee mit Cookies ist für unser Verhältnis ziemlich billig. Noch 3 Stunden, dann kanns auf zum Boarding gehen.

Nächster Schritt zum Zeitvertreib: Duty Free Shoppen. Aufgepasst Leute, wer kurz nachrechnet, wird sehen, dass Amazon trotzdem nur die Hälfte kostet. Und endlich: das Gate ist angeschrieben! Leider auch eine Verspätung -15 Minuten. Das Warten und Bangen beginnt.

Zu unserer Überraschung bleibt es bei den 15 Minuten. Fröhlich besteigen wir die Boing, setzen uns in die erste Reihe und werden von der Stewardess der vorletzten Generation angefahren, wir sollen gefälligst unsere Jacken verstauen. Während des Flugs beobachten wir sie dabei, wie sie den Passagieren den Vorhang vor der Nase zuziehen, wenn diese auf die Toilette müssen und sie mit den Worten: you have to wait! anblaffen. Es lebe die erste Klasse... zumindest die von SAS. Wir nähern uns Zürich, die Stewardess baut Spannung auf: How the wheather will be? Will it be sunny, will it rain, what will be? It will be rainy, que Sera! Die Leute wundern sich und plötzlich beginnt sie zu singen: Que sera, sera, what ever will be, will be,.....

 

Wir schwanken zwischen jetzt stürzen wir ab und die ist in Pension und fliegt nur noch einmal im Moment um Passagiere zu veräppeln. Diese klatschen und endlich können wir raus. Aus den 15 Minuten waren 50 geworden. Was trödeln die Piloten in der Luft nur immer so rum? Erfahren würden wir es nicht, den Zug verpassten wir aber. Einen Anschluss gab es eine Stunde später aber. Gut, würden wir eben nach 11 ankommen. 

 

Müde steigen wir ein und finden uns in einem Waggon wieder, der voll mit der Schweizer Armee ist. Wir finden noch Plätze und nun beginnt das Warten. Würden wir wieder mit dem Schaffner diskutieren müssen? Laut ÖBB galt das Ticket, aber wir hatten ja gesehen, was da raus kommen kann. Der Schaffner kam nicht, auch nicht im nächsten Zug auch nicht. Dann endlich: St. Margrethen. Nicht mehr weit. Der Anschlusszug steht da, wenn auch nicht beschriftet, oder angezeigt. Der Plan am Bahnsteig zeigt nur, dass er erst in einer Stunde fahren würde. Eine Stunde...nach fast 13 Stunden Fahrt. Seltsam nur, dass sonst niemand am ganzen Bahnhof ist. Na ja, es ist Sonntag Nacht, aber trotzdem. Und schließlich, 3 Minuten nach Planabfahrt rollt er los. Wir erreichen die Endstation um 00:29 am Montag. 14 Stunden für einen 1:50 Flug. Nur weil der Pilot etwas trödelte. 

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Kommentare: 1
  • #1

    Hari (Montag, 11 Mai 2015 21:32)

    Super Beitrag